• Warum deine Wohnung mehr über dich weiß als deine Mutter

    Unsere Wohnungen können über uns allerhand erzählen. Habt ihr darüber schon mal nachgedacht, was sie alles über uns wissen? Ich denke einen intimeren individuelleren Ort gibt es kaum in unserem Leben.

    Für mich ist meine Wohnung der Ort wo ich mich gestalterisch austoben kann und wohin ich mich am Liebsten zurückziehe, gerade wenn es um mich herum ganz laut wird. Er dient schon längst nicht mehr nur zum Schlafen oder damit ich ein Dach über dem Kopf habe, sondern vor allem als ein behaglicher Rückzugsort von einem heutzutage sehr schnellen Alltag. Im besten Fall nutzt du dein Zuhause auch so und kannst vielleicht aus ihm Kraft oder Inspiration schöpfen.

    Dieser Ort kann viel mehr als du denkst. Zum Beispiel ist er in der Lage dich wieder zu spiegeln und bietet dir Platz dich zu verwirklichen. Diese 4 Wänden beschützen ebenso dein Hab und Gut – die Dinge, die dir wichtig sind und mit denen du schöne Erinnerungen verbindest oder die deinen Alltag verschönern oder erleichtern. Sie wissen auch ob du eher zu opulenten Formen neigst oder es ganz geradlinig magst. Wie du organisiert bist und deine Dinge pflegst.

    Vor deiner Wohnung kannst du nichts verstecken, sie kennt jedes Staubkorn, jede dunkle Ecke, deine Leidenschaften und Marotten. Sie weiß auch wie gründlich du bist und sie kennt deinen Geschmack. Auch wenn du hier und da mal etwas unter den Teppich gekehrt hast, weil sich spontan Besuch angekündigt hat, sie wird es dir immer wieder verzeihen.

    Behandle deine Wohnung doch mal so, als wärst du der Besuch für den du immer extra aufgeräumt und geputzt hast. Aber eben ganz allein für dich. Das Internet ist voller Tricks und Kniffe, wie du deine Wohnung täglich mit wenig Aufwand (zum Beispiel in nur 10 Minuten täglich) immer gut in Schuss halten kannst.

    Ich denke es ist total wichtig, dass wir uns bewusst machen, was für eine große Rolle dieser wirklich wichtige Ort für uns spielt und was er über uns aussagt.

    Ein achtsamer Umgang und eine sensible und wohlüberlegte Gestaltung, die Wert auf Details legt führt dich zu einer geschärften Wahrnehmung und wird wahrscheinlich sogar einen positiven Einfluss auf dein tägliches Leben haben.

    Bist du eindeutig in deinem Wohnraum wiederzuerkennen und wie sehr genießt du es, dich in deinen Räumen aufzuhalten?

    Nimm dir doch kurz dafür mal Zeit darüber nachzudenken. Wie immer an dieser Stelle verabschiede ich mich bis zur nächsten Woche. Bis dahin, mach es dir hübsch!

  • Grenzenlos schön!

    Das Leben ist schön. Das Wetter ist schön. Für jeden ist etwas anderes schön. Das Wort wird fast schon inflationär als Attribut für jegliche Dinge eingesetzt, die wir gut finden oder die ein gutes Aussehen haben. In meinen vorangegangenen Blogartikeln beschreibe ich auch immer wieder, dass ich mich fortan nur noch bewusst mit „schönen“ Dingen umgeben möchte und rege Euch dazu an, die unschönen und unnützen Dinge aus eurem Leben bzw. eurem Wohnraum zu eliminieren. Doch was steckt eigentlich hinter dem Begriff „schön“? Wo kommt er her und was meine ich mit schön?

    Geschichtlich betrachtet wurde der Begriff „schön“ ursprünglich benutzt um Natur oder Göttliches zu beschreiben und später diente er dazu im Bereich Kunst und Kunsthandwerk die angewandte Formsprache und die Ausführung zu bewerten. Heutzutage wird der Begriff „schön“ weiterhin innerhalb der Ästhetik benutzt aber auch im allgemeinen Sinne für eine positive Bewertung von Dingen eingesetzt.

    Wie nun genau etwas Schönes aussieht unterliegt sicherlich gestalterischen Parametern, wie der Form, der Proportion, der Qualität und der Ausführung. Es scheint mir allerdings fast unmöglich Euch im Wort zu beschreiben, was für mich schön aussieht und was nicht. Ich denke hier sprechen Bilder mehr als tausend Worte.

    Schönheit ist für mich vielfältig und sie liegt für mich oft in den einfachen Dingen aber vor allem in Details.

    Ich lade Euch ein Euren Blick zu schärfen und nach schönem in Eurer Umwelt zu suchen. Es macht gleich viel mehr Spaß durch die Straßen zu Laufen und mit offenen Augen die Dinge zu betrachten.

    Wenn mir unterwegs Dinge ins Auge springen, die mich inspirieren, weil ich etwas an ihnen schön finde, fange ich sie mit einem Schnappschuss ein und sammle die Fotos in meinem Archiv oder teile sie auf Instagram. Mein Bildarchiv wird in nächster Zeit sicher noch stärker wachsen, denn ich habe große Lust Schönes zu entdecken. Schönheit ist quasi grenzenlos und fast überall anzutreffen. Man muss oftmals nur genauer hinschauen.

    Teilt mir gerne mit, was für Euch „schön“ ist. Und wie immer gilt: macht es Euch hübsch – so SCHÖN wie es nur irgendwie geht!

    Bis nächste Woche.