• 5 Tipps um Wohnungschaos gelassen zu bändigen

    Heute möchte ich euch berichten, wie ich es schaffe in Chaos Situationen in der Wohnung trotzdem einen kühlen Kopf zu bewahren. Chaos effektiv beheben ohne die Nerven zu verlieren – kann manchmal eine große Herausforderung darstellen, ist aber möglich mit einigen strategischen Tipps.

    Ihr kennt es vielleicht, man hat sich vorgenommen etwas auszumisten, aufzuräumen oder umzuräumen. Doch anstatt direkt von einem Glücksgefühl überrannt zu werden liegt erstmal ein riesiger Berg Arbeit vor einem. Der Zustand der Wohnung sieht oftmals dann kurzfristig schlimmer aus wie vorher. Hilfe!

    Doch jetzt heißt es, cool bleiben und sich nicht von der riesigen Menge an Aufgaben übermannen lassen.

    Ich schildere euch mal kurz, wie so eine Chaos Situation dann bei mir derzeit so aussehen könnte. Mit wenig Schlaf aber trotzdem hoch motiviert, fange ich zum Beispiel eine zuerst scheinbar harmlose kleine Umräumaktion an. Dann schreit der Säugling, weil er eigentlich doch auch sehr müde ist und ich lasse auf der Stelle alles liegen und kümmere mich um das weinende Kind. Überall liegen nun in der Wohnung mehrere angefangene Häufchen, da ich die Gelegenheit gleich nutzen wollte und nebenbei gleich ausrangiere oder sinnvollere Plätze für einige Dinge suchen wollte.

    Am liebsten würde man jetzt schreiend weglaufen und darauf hoffen das kleine Heinzelmännchen die Arbeit für einen ab jetzt übernehmen können. Da es diese leider ja nur im Märchen gibt, kommt leider keins und die Häufchen lösen sich nicht in Luft auf. Euch wird nun innerlich immer wärmer und wärmer, weil ihr nun gar nicht mehr wisst womit ihr zuerst anfangen sollt.

    Damit euch zukünftig so eine oder eine ähnliche Situation nichts mehr anhaben kann, möchte ich euch ein paar Ratschläge geben, die bei mir bestens funktionieren um wieder Herr der Wohnung und Ordnung zu werden und dabei keine grauen Haare zu bekommen.

    Schaffen kann das jeder, wenn ihr die folgenden Tipps beherzigt:

    1.) Schrittchen für Schrittchen

    Sich nicht vom großen Ganzen einschüchtern zu lassen kann wirklich helfen, die Dinge schneller in Angriff zu nehmen und auch schneller zu bewältigen.

    Bereits kleine fertige Bereiche zu schaffen, zeigt auf was man schon erledigt hat und gibt eine Vorahnung wie gut das Endergebnis sein kann.

    Für wen es im Kopf alles zu wild und zu viel erscheint, nimmt sich einen Zettel schreibt erstmal alles auf was zu tun ist und vergibt dann eine Nummerierung nach Priorität. So lässt sich die Liste Schritt für Schritt abarbeiten.

    2.) Nicht zu kleinteilig werden!

    Wer kennt es nicht, einmal angefangen kommt man vom Hundertsten ins Tausendste. Bloß, weil einem eine Schraube unterwegs begegnet ist, sitzt man plötzlich auch noch vor der Werkzeugkiste, stellt fest das darin auch Chaos herrscht und fängt dort direkt die nächste Baustelle an ohne das andere fertig zu haben.

    Wichtig ist hier, es nicht zu weit zu treiben und tatsächlich sehr fokussiert immer wieder an die eigentliche Aufgabenstellung zu denken und sich nicht zu verzetteln.

    3.) Bleibe motiviert und konzentriert!

    Wenn dich die Lust verlässt und auch die Motivation, sorge dafür dass es dir wieder besser geht. In dem du zum Beispiel deine Lieblingsmusik anmachst. Aber lasse dich nicht zu sehr ablenken in dem du am Smartphone hängen bleibst oder gar vorm Fernseher abmattest.

    Es hilft, dass Fenster zu öffnen um ein bisschen Sauerstoff in die Wohnung zu bringen und durchzuatmen.

    Ausreden, warum man angefangene Dinge nicht zu Ende gebracht hat, würde man immer finden aber das Gefühl am Ende etwas ganz alleine geschafft zu haben ist es einfach wert, das Vorgenommene durchzuziehen.

    4.) Der wahrscheinlich wichtigste Tipp: etwas Essen!

    Ja es klingt banal, aber tatsächlich fehlt dem Körper & Geist die Energie, wenn der Magen knurrt. Es heißt nicht umsonst, dass man in schwierigen Situationen zu Nervennahrung greifen soll. Ein paar stressreduzierende Lebensmittel, die euch hier nicht nur kurzfristig den Blutzuckerspiegel in die Höhe treiben findet ihr nachfolgend:

    • Nüsse (sie zählen zu den Top- Stresskillern, durch einen hohen Gehalt von B-Vitaminen und Magnesium)

    • Paprika (enthält sehr viel hilfreiches Vitamin C, Magnesium und Eisen was zur Verringerung von Ermüdung helfen kann)

    • Spinat, Rotkohl, Brokkoli (besitzen einen hohen Gehalt an Kalium, was unter anderem zu einem gut funktionierenden Nervensystem beitragen kann)

    • Kakao (schüttet das Wohlfühlhormon Serotonin aus – je höher der Kakaogehalt desto besser, daher lieber zu Bitterschokolade greifen)

    5.) Ruhig und gelassen ans Ende denken

    Der chaotische Zustand wird nicht für immer anhalten, dass kann man sich ruhig öfters mal vor Augen führen. Mit einem klaren Ziel vor Augen, geht alles leichter von der Hand.

    Und ich sag euch was: je komplizierter die Ausgangssituation ist umso größer das Erfolgserlebnis, wenn man es nachher behoben hat.

    Mit diesen 5 Tipps wünsche ich euch gutes Gelingen und hoffe ihr seid motiviert für die nächste Aktion, damit es einfach immer hübscher wird bei euch Zuhause. Chaotisch geht es überall mal zu aber es muss nicht chaotisch bleiben.

    Erzählt mir gern, falls ihr noch weitere Tipps auf Lager habt, wie ihr völligst entspannt eure Ziele in der Wohnung umsetzt obwohl es erst unsagbar viel erschien.

    Ich bin sehr gespannt und erfreue mich nun an meinem nun neu umgeräumten Regal.

  • Liebevoller Nachbesitzer gesucht

    Bis Hausverwaltungen sich zurück melden kann es ein gutes Stück dauern, so auch in meinem Fall. Damit ist der eindeutige Startschuss für das Umbauvorhaben noch nicht gegeben. Somit nutze ich die Wartezeit weiter um Platz zu schaffen. Gar nicht so einfach für alle ausrangierten Dinge ein neues Zuhause zu finden, denn auf dem Müll landen sollen nur die wenigsten Sachen. Eigentlich nur die, die kaputt oder abgenutzt sind.

    Doch was tun mit den anderen Sachen? Das haben sich wohl auch schon einige andere vor mir gefragt. So gibt es in Berlin und auch anderen größeren Städten einige Initiativen zu diesem Thema. Ein tolles Beispiel: „Free Your Stuff.com“ ein kostenloser Online Marktplatz für alle, die etwas zu verschenken haben oder auch geschenkt bekommen möchten. Wer mag kann auch in der dazugehörigen Facebook Gruppe die zu verschenkenden Dinge anpreisen.

    Seit 1999 gibt es in einigen Städten auch „Umsonstläden“, wo man Dinge abgeben kann- so auch in Berlin. Alles was noch voll funktionstüchtig und in Ordnung ist wird dort anderen umsonst weitergegeben. Wo sich euer nächster Umsonstladen befindet könnt ihr unter „umsonstladen.de“ in Erfahrung bringen.

    Das Johannishilfswerk International e.V. in Berlin holt nach telefonischer Absprache sogar kostenfrei ab und sollte es sich um größere Möbelstücke handeln, werden diese nach Absprache auch demontiert. Die Sachspenden kommen Bedürftigen zu Gute.

    Altbekannt und beliebt sind natürlich auch Ebay oder Ebay Kleinanzeigen sowie die Flohmarkt App Shpock oder überhaupt ein Stand auf dem Flohmarkt. Vor allem, falls die ausrangierten Dinge noch etwas Geld einbringen sollen und man Lust auf Kommunikation mit dem möglichen Nachbesitzer hat.

    Und wenn es etwas anonymer sein darf, stellt die Sachen witterungsgeschützt vor die Tür mit einem zu verschenken Schild oder einer roten Schleife.

    Eine kleine Vorwarnung: meist ist es natürlich wesentlich zeitintensiver den Dingen ein zweites neues Leben woanders zu ermöglichen. Aber bitte nehmt euch die Zeit, anstatt sie wegzuwerfen. Jemand anders hat vielleicht Verwendung dafür oder gar großen Bedarf.

    Kennt ihr ähnliche Plattformen oder Projekte? Ich freue mich über Kommentare zu diesem Thema.

    Jeder von uns kann ein bisschen mit helfen. In diesem Sinne – macht es nicht nur euch hübsch sondern auch anderen :).

  • 3…2…1 nicht mehr meins! 

    Meine Mission läuft und ich bin hochmotiviert. Schritt 1: Luft schaffen. Nur noch Lieblingsstücke ab jetzt!

    Zu viele Besitztümer belasten mich schon lange gedanklich und behindern natürlich jetzt auch akut mein Vorhaben. Meine Gedanken sind viel klarer in strukturierten schönen Räumen. Sie geben mir das Gefühl von Freiheit, ich kann durchatmen und bin viel ideenreicher.

    Schon seit einigen Jahren ist mir klar geworden, dass ich mit weniger Dingen im Leben auskommen möchte. Mein Ziel ist es, mich nur noch mit schönen Dingen, die mir wirklich richtig gut gefallen, weil sie sehr sensibel gestaltet wurden oder mich mit Dingen mit denen ich schöne Erinnerungen verbinde zu umgeben. Sicherlich wird noch einige Zeit vergehen bis ich dieses Ziel erreichen kann aber in meinen Augen bedeutet dies wirklich, wahrer Luxus. Der Luxus selbst zu entscheiden und die damit verbundene Freiheit zu genießen.

    Im Buch „Einfach leben“ von Lina Jachmann habe ich mich sehr verstanden gefühlt. Eine definitive Leseempfehlung an alle, die sich für ein genussvolles minimalistisches Leben interessieren. Sie spricht davon, dass der sogenannte Minimalismus keine festen Regeln hat. Was sich bereits für den einen richtig gut anfühlt kann für den anderen noch immer viel zu viel sein. Zitat „Es geht nicht darum Dinge zu zählen, sondern darum, Platz für Dinge im Leben zu schaffen, die wirklich glücklich machen.“ Jetzt bin ich noch motivierter und knöpfe mir Zimmer für Zimmer vor. Mit ganz viel Zeit und klaren Bauchentscheidungen trenne ich mich von Überflüssigem.

    Gibt es in euren Räumen auch Altlasten? Oder Dinge die euch schon immer irritiert haben, weil sie euch nicht gefallen?

    Dann auf! Macht es euch hübsch!