• Gehörst du zu den Sommeropfern oder zu den Genießern?

    Bei so einem Knaller Sommer, ist es fast egal wie es in eurem Zuhause aussieht. Aber nur fast. Die wohl wichtigste Frage derzeit ist, ist es in deinem Wohnraum kühler als draußen? Wenn du diese Frage mit ja beantworten kannst, gehörst du eigentlich schon zu den Glückspilzen. Dann stellt sich in diesem Falle nur noch die Frage, gefällt es dir auch drinnen besser als draußen? Auch ein klares Ja? Gratulation, dann hast du es gut getroffen und du genießt wahrscheinlich die heißen Sommertage in vollen Zügen.

    Es gibt allerdings auch Menschen und das sind nicht wenige, die haben es momentan gar nicht so leicht. Sie sind gequält von den Temperaturen, wissen vor lauter Hitze gar nicht wohin mit sich, schlafen schlecht und sind müde, matt und überreizt. Drinnen wie draußen – ihnen ist einfach zu heiß.

    In Anbetracht, dass es Menschen gibt, die weder ein Dach über dem Kopf besitzen, noch sich im Freien große Abhilfe verschaffen können, ist es meines Erachtens tatsächlich ein unaufhaltsames Luxusproblem. Ich frage mich, ob in Äquator Nähe auch soviel über Hitze gesprochen wird oder die Lebenseinstellung dort einfach eine andere ist.

    Den meisten von euch geht es sehr gut, führt es euch vor Augen. Genießt das was ihr habt. Macht etwas daraus. Verschafft euch Abkühlung, verbringt einen schönen Sommer. Macht es euch hübsch.

    Ich jedenfalls, möchte daran immer wieder denken und hoffe euch auch dazu anzustoßen.

    Erzählt mir gerne, wie es euch ergeht und welche Tricks und Kniffe ihr entwickelt habt um es sich auch im Warmen hübsch zu machen. Ich freue mich auf eure Kommentare.

    Vor einigen Wochen habe ich zu diesem Thema bereits einen Beitrag verfasst, schaut doch mal unter:

    Einfach nur mal das Leben genießen und die Klappe halten

     

     

  • Wohnen mit viel Herz und Seele

    Bei uns Zuhause ist nicht alles neu. Im Gegenteil! Wir wohnen mit viel Patina und einigen sehr ans Herz gewachsenen Möbeln und Accessoires, die schon eine längere Geschichte erzählen können. Das meiste davon habe ich aus meinem Elternhaus mitgebracht oder aber auf Flohmärkten gefunden. Da kommt einiges aus verschiedenen Epochen zusammen, den 50ern, 60ern, 70ern und so weiter. Über die Zeit zu einem schönen Ganzen gewachsen.

    Keineswegs sieht es aber bei uns stillos oder wie im Trödelladen aus, es sind kleine feine Details die hier und da mal in der Wohnung auftauchen und ihr viel Leben und einen ganz eigenen Charme einhauchen.

    Der Rest unserer Möbel ist sehr zurück haltend, schlicht weiß und mit klaren Konturen aber hochwertig. Diese Stücke bilden den modernen Rahmen in unserer Wohnung.

    Neue und alte Möbel und Gegenstände zu kombinieren finde ich nämlich unheimlich spannend, daraus ergeben sich ungeahnte wirkungsvolle und individuelle Zusammenstellungen. Das kann ich jedem nur raten.

    Bei der Wahl neuer Möbel, achte ich besonders darauf, dass sie möglichst nachhaltig produziert wurden und einen gewissen Kniff besitzen. Sie sollten irgendetwas besser können als ein altes Möbel sonst macht ein Neukauf für mich keinen Sinn.

    Zu unserer Einrichtung gab es im Vorfeld kein besonderes Konzept, sondern ich verlasse mich bei der Auswahl immer auf mein Bauchgefühl. Meist springen mir unerwartet schöne Dinge vor die Linse, dann kribbelt es mir in den Fingern und mein Herz macht einen kleinen Freudensprung. Wenn das der Fall ist, weiß ich ganz sicher es ist eine gute Wahl und wird auch zum Rest der Wohnung passen.

    Denn die Sachen haben eins gemeinsam, sie wurden nicht nur für den Übergang ausgesucht, sondern sie gefielen mir auf Anhieb und gefallen mir immer noch. Sie sprechen meine Sprache oder vielmehr unsere, sie sind zu unseren Lieblingsstücken geworden. Keines ist abkömmlich, denn an jedem hängt eine Funktion und/oder eine schöne Geschichte. Zusammen geben sie unserem Familienalltag jeden Tag ein schönes erzählendes Gesicht und lassen uns so richtig zuhause fühlen. Den beiden Kindern geben wir natürlich auch automatisch dieses Gedankengut, sich nur für Lieblingsdinge zu entscheiden, mit auf den Weg.

    Aber warum plaudere ich so aus dem Nähkästchen? Ganz einfach, weil es mir eine Herzensangelegenheit ist! Ich finde es wichtig sich darüber Gedanken zu machen wie man lebt. Jeder sollte sich in seinen eigenen Räumen wohl fühlen und es sich so hübsch wie möglich machen und das möglichst reflektiert. Das muss auch nicht immer viel kosten.

    Wenn ihr euch mehr Herz und Seele für eure Wohnung wünscht, schaut mal was ihr auf der Dachkammer eurer Familie findet oder auf dem Flohmarkt. Wenn ihr Hilfe dabei braucht, sagt Bescheid. Vielleicht habt ihr ja auch schon solche Lieblingsstücke und müsst sie nur noch richtig in Szene setzen. Ich bin gespannt von euch zu hören.

    Bis nächste Woche, macht es euch hübsch!

  • Was ich Nachts so fühle und erfühle

    Seit letztem September gehören wir zu den eher Nachtaktiven Familien. Besser gesagt unser jüngstes Familienmitglied sorgt dafür, dass wir unsere Wohnung nun öfters mal im Dunklen erkunden und wir alle meist am nächsten Morgen nicht ganz so frisch aufstehen. Nichts desto Trotz versuchen wir uns das im Alltag nicht allzu sehr anmerken zu lassen und machen das Beste daraus.

    Für mich spielt es seither eine noch größere Rolle, wie Dinge sich anfühlen und nicht unbedingt nur wie sie aussehen. Wenn es dunkel ist interessieren mich keine Farben und auch nicht unbedingt Kompositionen. Aber dafür ob etwas weich und samtig ist oder kratzig und unbequem.

    Wie sagt man so schön: „Nachts sind alle Katzen grau“, das stimmt die Farben verschwinden. Die Dinge in den Räumen werden nur noch zu Silhouetten und ich kann nur grob erahnen wo etwas steht. Dann konzentriere ich mich voll und ganz auf die Haptik.

    Ich finde es gleich viel weniger schlimm, wenn ich mich nachts mal auf den gut aufgepolsterten und sehr komfortablen Sessel setzen muss um den Säugling wieder zum Einschlafen zu bewegen. Tagsüber ist der Sessel (aus den 50er Jahren und ein Geschenk meiner lieben Großmutter) natürlich ebenso eine wahre Freude, weil er auch noch sehr elegant aussieht. Aber in einem Sessel sollte man natürlich in erster Linie immer gut und bequem sitzen können.

    So wie man in einem hübschen Bett vor allem gut schlafen sollte (okay, unser Baby muss das noch lernen). Ich aber erfreue mich bei jedem Gang ins Bett über unsere Bettwäsche, die sich unheimlich angenehm auf der Haut anfühlt und auch noch frisch duftet. Am liebsten würde ich natürlich durchgängig die ganze Nacht darin liegen bleiben wollen.

    Wenn meine Füße dann aber auf dem Weg zum Kinderbett von unserem irre seidigen Teppich umschmeichelt werden, der mich immer wieder dazu bewegt ein bisschen darauf zu verweilen, ist es auch nicht allzu tragisch das ich das Bett wieder verlassen musste. Der Teppich zieht mich natürlich auch tagsüber in seinen Bann, denn er wurde von Exil Tibetern handgeknüpft und hat unfassbar tolle Farbfacetten und Verläufe.

    Was ich aber sagen will, nachts verschiebt sich mein Fokus. Nämlich in erster Linie auf die Funktion der Dinge. Und tagsüber, wo so manch einer vielleicht nach so einer Nacht mürrisch aufwachen würde, erfreue ich mich am großen Ganzen.

    Ich denke es ist sehr sehr wichtig es sich in jeder Sachlage so schön wie möglich zu machen und den Fokus auf die Dinge zu verlagern, die gut sind. Das möchte ich jeden von euch mit auf dem Weg geben.

    Sucht euch für euren Wohnraum nichts kurz Gedachtes aus, sondern fühlt auch mal, sitzt Probe, tastet und riecht. Das ist nachhaltiger, hilft Fehlentscheidungen vorzubeugen und bringt langfristig einfach mehr Freude. Eben auch wenn es dunkel ist oder kalt oder ihr eigentlich sehr müde seid.

    In diesem Sinne, macht es euch hübsch und achtet auch auf die Haptik und den Komfort!

  • Einfach nur mal das Leben genießen und die Klappe halten

    Wie jede Woche schwärme ich auch heute wieder für schöne Sachen, die mir in der Wohnung Freude machen oder machen würden. Vielleicht ist es heute ein bisschen banal aber dennoch möchte ich meine Gedanken mit euch teilen. Ich genieße nämlich heute einfach nur die hellen und schon ganz schön heißen Sonnenstrahlen, die sich auf meinem Schreibtisch und in der ganzen Wohnung breit machen. Quasi mache ich heute mal Hitzefrei.

    Wir wohnen in der 5. Etage, da kommt man schon mal ins Schwitzen aber die Aussicht, die Ruhe und das Licht entlohnen ungemein. Manchmal ist kein Luftzug zu spüren und man transpiriert schon vom Ausruhen. Trotzdem gab es keinen einzigen Tag, wo ich bereut habe in diese Wohnung gezogen zu sein. Ich könnte jetzt eine lange Reihe an Sprichwörtern nieder schreiben, die besagen dass man einfach aus allem etwas machen kann.

    Aber genau das möchte ich euch tatsächlich heute auch einfach mal wieder mit auf dem Weg geben.

    Viele Tage haben wir alle darauf gewartet, dass sich das olle Wetter verzieht und nun ist er da der lang ersehnte Sommer. Statt nun also zu meckern, dass es zu heiß ist, rufe ich auf es euch so schön zu machen wie ihr nur könnt. Genießen will natürlich auch gelernt sein. Das kann man aber üben.

    Und ja natürlich ist es heiß. So heiß, dass ich bereits schon alle Fenster geöffnet habe und die Gurkenlimonade im Kühlschrank steht. Aber genau das ist es doch jedes Jahr, zuerst „zu kalt“ und dann plötzlich wieder „zu heiß“. Man könnte meinen es gäbe nur diese beiden Extreme.

    Jetzt sitze ich im seichten Durchzug, überlege mir ein schönes kaltes Fußbad zu gönnen und drehe die Musik lauter. So ein Sommertag kann wirklich schon sehr schön sein, wenn man möchte.

    Euch wünsche ich jetzt ein schönes Wochenende und erfrischend neue Gedanken, wie ihr euch die Sommertage gestaltet. In diesem Sinne, Hitzefrei für alle.

  • 5 Tipps um Wohnungschaos gelassen zu bändigen

    Heute möchte ich euch berichten, wie ich es schaffe in Chaos Situationen in der Wohnung trotzdem einen kühlen Kopf zu bewahren. Chaos effektiv beheben ohne die Nerven zu verlieren – kann manchmal eine große Herausforderung darstellen, ist aber möglich mit einigen strategischen Tipps.

    Ihr kennt es vielleicht, man hat sich vorgenommen etwas auszumisten, aufzuräumen oder umzuräumen. Doch anstatt direkt von einem Glücksgefühl überrannt zu werden liegt erstmal ein riesiger Berg Arbeit vor einem. Der Zustand der Wohnung sieht oftmals dann kurzfristig schlimmer aus wie vorher. Hilfe!

    Doch jetzt heißt es, cool bleiben und sich nicht von der riesigen Menge an Aufgaben übermannen lassen.

    Ich schildere euch mal kurz, wie so eine Chaos Situation dann bei mir derzeit so aussehen könnte. Mit wenig Schlaf aber trotzdem hoch motiviert, fange ich zum Beispiel eine zuerst scheinbar harmlose kleine Umräumaktion an. Dann schreit der Säugling, weil er eigentlich doch auch sehr müde ist und ich lasse auf der Stelle alles liegen und kümmere mich um das weinende Kind. Überall liegen nun in der Wohnung mehrere angefangene Häufchen, da ich die Gelegenheit gleich nutzen wollte und nebenbei gleich ausrangiere oder sinnvollere Plätze für einige Dinge suchen wollte.

    Am liebsten würde man jetzt schreiend weglaufen und darauf hoffen das kleine Heinzelmännchen die Arbeit für einen ab jetzt übernehmen können. Da es diese leider ja nur im Märchen gibt, kommt leider keins und die Häufchen lösen sich nicht in Luft auf. Euch wird nun innerlich immer wärmer und wärmer, weil ihr nun gar nicht mehr wisst womit ihr zuerst anfangen sollt.

    Damit euch zukünftig so eine oder eine ähnliche Situation nichts mehr anhaben kann, möchte ich euch ein paar Ratschläge geben, die bei mir bestens funktionieren um wieder Herr der Wohnung und Ordnung zu werden und dabei keine grauen Haare zu bekommen.

    Schaffen kann das jeder, wenn ihr die folgenden Tipps beherzigt:

    1.) Schrittchen für Schrittchen

    Sich nicht vom großen Ganzen einschüchtern zu lassen kann wirklich helfen, die Dinge schneller in Angriff zu nehmen und auch schneller zu bewältigen.

    Bereits kleine fertige Bereiche zu schaffen, zeigt auf was man schon erledigt hat und gibt eine Vorahnung wie gut das Endergebnis sein kann.

    Für wen es im Kopf alles zu wild und zu viel erscheint, nimmt sich einen Zettel schreibt erstmal alles auf was zu tun ist und vergibt dann eine Nummerierung nach Priorität. So lässt sich die Liste Schritt für Schritt abarbeiten.

    2.) Nicht zu kleinteilig werden!

    Wer kennt es nicht, einmal angefangen kommt man vom Hundertsten ins Tausendste. Bloß, weil einem eine Schraube unterwegs begegnet ist, sitzt man plötzlich auch noch vor der Werkzeugkiste, stellt fest das darin auch Chaos herrscht und fängt dort direkt die nächste Baustelle an ohne das andere fertig zu haben.

    Wichtig ist hier, es nicht zu weit zu treiben und tatsächlich sehr fokussiert immer wieder an die eigentliche Aufgabenstellung zu denken und sich nicht zu verzetteln.

    3.) Bleibe motiviert und konzentriert!

    Wenn dich die Lust verlässt und auch die Motivation, sorge dafür dass es dir wieder besser geht. In dem du zum Beispiel deine Lieblingsmusik anmachst. Aber lasse dich nicht zu sehr ablenken in dem du am Smartphone hängen bleibst oder gar vorm Fernseher abmattest.

    Es hilft, dass Fenster zu öffnen um ein bisschen Sauerstoff in die Wohnung zu bringen und durchzuatmen.

    Ausreden, warum man angefangene Dinge nicht zu Ende gebracht hat, würde man immer finden aber das Gefühl am Ende etwas ganz alleine geschafft zu haben ist es einfach wert, das Vorgenommene durchzuziehen.

    4.) Der wahrscheinlich wichtigste Tipp: etwas Essen!

    Ja es klingt banal, aber tatsächlich fehlt dem Körper & Geist die Energie, wenn der Magen knurrt. Es heißt nicht umsonst, dass man in schwierigen Situationen zu Nervennahrung greifen soll. Ein paar stressreduzierende Lebensmittel, die euch hier nicht nur kurzfristig den Blutzuckerspiegel in die Höhe treiben findet ihr nachfolgend:

    • Nüsse (sie zählen zu den Top- Stresskillern, durch einen hohen Gehalt von B-Vitaminen und Magnesium)

    • Paprika (enthält sehr viel hilfreiches Vitamin C, Magnesium und Eisen was zur Verringerung von Ermüdung helfen kann)

    • Spinat, Rotkohl, Brokkoli (besitzen einen hohen Gehalt an Kalium, was unter anderem zu einem gut funktionierenden Nervensystem beitragen kann)

    • Kakao (schüttet das Wohlfühlhormon Serotonin aus – je höher der Kakaogehalt desto besser, daher lieber zu Bitterschokolade greifen)

    5.) Ruhig und gelassen ans Ende denken

    Der chaotische Zustand wird nicht für immer anhalten, dass kann man sich ruhig öfters mal vor Augen führen. Mit einem klaren Ziel vor Augen, geht alles leichter von der Hand.

    Und ich sag euch was: je komplizierter die Ausgangssituation ist umso größer das Erfolgserlebnis, wenn man es nachher behoben hat.

    Mit diesen 5 Tipps wünsche ich euch gutes Gelingen und hoffe ihr seid motiviert für die nächste Aktion, damit es einfach immer hübscher wird bei euch Zuhause. Chaotisch geht es überall mal zu aber es muss nicht chaotisch bleiben.

    Erzählt mir gern, falls ihr noch weitere Tipps auf Lager habt, wie ihr völligst entspannt eure Ziele in der Wohnung umsetzt obwohl es erst unsagbar viel erschien.

    Ich bin sehr gespannt und erfreue mich nun an meinem nun neu umgeräumten Regal.

  • Hallo

    Du bist hier genau richtig, wenn ich dir helfen kann deinen Wohnraum mal aus einer anderen Perspektive zu sehen und ihn zu verbessern.

    Bist du oft zu stark beschäftigt um dein Zuhause so richtig einzurichten? Du hättest aber trotzdem gerne ein stilvolles und ästhetisches Heim?

    Meine Motivation ist es dich dazu anzuregen es dir so schön wie möglich in deinen 4 Wänden zu machen. Denn nichts ist wichtiger als dein persönlicher Rückzugsort.

    Was du dazu brauchst ist ein bisschen Bereitschaft dich auf mich und meinen Blog einzulassen.

    Also am Besten jetzt schonmal die Hausschuhe anziehen und ein bisschen in meinen Beiträgen schmökern.

    Viel Freude!

    Deine Katja Karma

     

  • Wie man wieder einen Blick für Details gewinnt

    Diese Woche habe ich wieder viel dazu gelernt und zwar von meinen beiden Kindern.

    Sie haben wirklich beide einen unschlagbaren Blick für Details und können sich wahnsinnig lange daran erfreuen. Das hat mich zum Nachdenken bewegt, wie schön und wichtig nicht den Blick für Details zu verlieren. Ein klitzekleiner Fussel auf dem Teppich genießt minutenlang die ungeteilte Aufmerksamkeit, ebenso die noch nicht abgeschnittene Waschanleitung am Stofftier oder der Schaum beim Händewaschen.

    Mir fiel wieder auf, wie intensiv sich die Kinder mit dem Gesehenem auseinandersetzen und wie sie es studieren. Und denke mir, wenn Erwachsene nur halb so gut hinschauen würden, wäre die Welt wahrscheinlich viel besser. Eine tolle spielerische Neugierde liegt in den Kinderaugen und eine beneidenswerte Konzentration für die eben entdeckte Sache. Nichts und niemand kann sie stören.

    Kinder bemerken oft Details, die wir Erwachsenen gar nicht mehr sehen, weil wir sie als selbstverständlich betrachten oder sie in unserem Alltag einfach untergehen.

    Erinnert ihr euch noch wie viel Freude ihr als Kinder hattet, Dinge zu entdecken und zu bestaunen um sie erstmals zu begreifen? Es macht nichts, wenn ihr euch nicht mehr erinnern könnt. Schaut doch mal ob ihr am Wochenende das ein oder andere Detail entdeckt, was euch vorher noch nicht ins Auge gesprungen ist. Wahrscheinlich ist es nicht der Fussel oder das Schild, was euch in Atem hält, aber vielleicht etwas anderes Unerwartetes. Teilt es mir gerne mit, was ihr entdeckt habt.

    In diesem Sinne: macht es euch hübsch!

  • Warum deine Wohnung mehr über dich weiß als deine Mutter

    Unsere Wohnungen können über uns allerhand erzählen. Habt ihr darüber schon mal nachgedacht, was sie alles über uns wissen? Ich denke einen intimeren individuelleren Ort gibt es kaum in unserem Leben.

    Für mich ist meine Wohnung der Ort wo ich mich gestalterisch austoben kann und wohin ich mich am Liebsten zurückziehe, gerade wenn es um mich herum ganz laut wird. Er dient schon längst nicht mehr nur zum Schlafen oder damit ich ein Dach über dem Kopf habe, sondern vor allem als ein behaglicher Rückzugsort von einem heutzutage sehr schnellen Alltag. Im besten Fall nutzt du dein Zuhause auch so und kannst vielleicht aus ihm Kraft oder Inspiration schöpfen.

    Dieser Ort kann viel mehr als du denkst. Zum Beispiel ist er in der Lage dich wieder zu spiegeln und bietet dir Platz dich zu verwirklichen. Diese 4 Wänden beschützen ebenso dein Hab und Gut – die Dinge, die dir wichtig sind und mit denen du schöne Erinnerungen verbindest oder die deinen Alltag verschönern oder erleichtern. Sie wissen auch ob du eher zu opulenten Formen neigst oder es ganz geradlinig magst. Wie du organisiert bist und deine Dinge pflegst.

    Vor deiner Wohnung kannst du nichts verstecken, sie kennt jedes Staubkorn, jede dunkle Ecke, deine Leidenschaften und Marotten. Sie weiß auch wie gründlich du bist und sie kennt deinen Geschmack. Auch wenn du hier und da mal etwas unter den Teppich gekehrt hast, weil sich spontan Besuch angekündigt hat, sie wird es dir immer wieder verzeihen.

    Behandle deine Wohnung doch mal so, als wärst du der Besuch für den du immer extra aufgeräumt und geputzt hast. Aber eben ganz allein für dich. Das Internet ist voller Tricks und Kniffe, wie du deine Wohnung täglich mit wenig Aufwand (zum Beispiel in nur 10 Minuten täglich) immer gut in Schuss halten kannst.

    Ich denke es ist total wichtig, dass wir uns bewusst machen, was für eine große Rolle dieser wirklich wichtige Ort für uns spielt und was er über uns aussagt.

    Ein achtsamer Umgang und eine sensible und wohlüberlegte Gestaltung, die Wert auf Details legt führt dich zu einer geschärften Wahrnehmung und wird wahrscheinlich sogar einen positiven Einfluss auf dein tägliches Leben haben.

    Bist du eindeutig in deinem Wohnraum wiederzuerkennen und wie sehr genießt du es, dich in deinen Räumen aufzuhalten?

    Nimm dir doch kurz dafür mal Zeit darüber nachzudenken. Wie immer an dieser Stelle verabschiede ich mich bis zur nächsten Woche. Bis dahin, mach es dir hübsch!

  • Grenzenlos schön!

    Das Leben ist schön. Das Wetter ist schön. Für jeden ist etwas anderes schön. Das Wort wird fast schon inflationär als Attribut für jegliche Dinge eingesetzt, die wir gut finden oder die ein gutes Aussehen haben. In meinen vorangegangenen Blogartikeln beschreibe ich auch immer wieder, dass ich mich fortan nur noch bewusst mit „schönen“ Dingen umgeben möchte und rege Euch dazu an, die unschönen und unnützen Dinge aus eurem Leben bzw. eurem Wohnraum zu eliminieren. Doch was steckt eigentlich hinter dem Begriff „schön“? Wo kommt er her und was meine ich mit schön?

    Geschichtlich betrachtet wurde der Begriff „schön“ ursprünglich benutzt um Natur oder Göttliches zu beschreiben und später diente er dazu im Bereich Kunst und Kunsthandwerk die angewandte Formsprache und die Ausführung zu bewerten. Heutzutage wird der Begriff „schön“ weiterhin innerhalb der Ästhetik benutzt aber auch im allgemeinen Sinne für eine positive Bewertung von Dingen eingesetzt.

    Wie nun genau etwas Schönes aussieht unterliegt sicherlich gestalterischen Parametern, wie der Form, der Proportion, der Qualität und der Ausführung. Es scheint mir allerdings fast unmöglich Euch im Wort zu beschreiben, was für mich schön aussieht und was nicht. Ich denke hier sprechen Bilder mehr als tausend Worte.

    Schönheit ist für mich vielfältig und sie liegt für mich oft in den einfachen Dingen aber vor allem in Details.

    Ich lade Euch ein Euren Blick zu schärfen und nach schönem in Eurer Umwelt zu suchen. Es macht gleich viel mehr Spaß durch die Straßen zu Laufen und mit offenen Augen die Dinge zu betrachten.

    Wenn mir unterwegs Dinge ins Auge springen, die mich inspirieren, weil ich etwas an ihnen schön finde, fange ich sie mit einem Schnappschuss ein und sammle die Fotos in meinem Archiv oder teile sie auf Instagram. Mein Bildarchiv wird in nächster Zeit sicher noch stärker wachsen, denn ich habe große Lust Schönes zu entdecken. Schönheit ist quasi grenzenlos und fast überall anzutreffen. Man muss oftmals nur genauer hinschauen.

    Teilt mir gerne mit, was für Euch „schön“ ist. Und wie immer gilt: macht es Euch hübsch – so SCHÖN wie es nur irgendwie geht!

    Bis nächste Woche.