• Wie feiere ich Ostern stilvoll und minimalistisch

    Jedes Jahr kündigt sich Ostern sehr lange im Voraus durch übermäßige Dekoration in den Geschäften an.

    Ein ursprünglich hochchristliches Fest, was mit vielerlei Bräuchen belegt wurde. Weltweit ist dieses Fest fast überall bekannt und überall wird es unterschiedlich gefeiert. Hierzulande spielt es ungeachtet des religiösen Hintergrundes vor allem für Kinder eine große Rolle.

    Leckere Schokohasen, bunte Farben und nicht zuletzt die spaßige Ostereiersuche gehören wahrscheinlich in den meisten deutschen Familien zum Programm. So weit so gut. Wie ich finde, ist dies aber noch längst kein Grund so bedenklich viel Unsinn und Kitsch im Handel anzubieten.

    Feste wie Ostern oder Weihnachten werden gerne als Anlass genommen den Konsumenten mit schlecht Gestaltetem und Unnötigen zu überhäufen. Natürlich ist nicht jeder Haushalt dafür empfänglich aber meiner Meinung noch immer zu viele. Mir tut es jedenfalls jedes Jahr wieder im Herzen und in den Augen weh.

    Unter dem Gesichtspunkt, dass mein eigenes Zuhause von nun an noch viel mehr auf Wesentliches reduziert wird, reduziere ich auch die Osterdekoration. Man könnte sie natürlich gleich komplett weglassen aber so verstehe ich Minimalismus nicht für mich.

    Ich umgebe mich gerne mit schönen Farben und Formen, sie versprühen meiner Meinung nach Freude und Kreativität. Aber stilvoll und in Maßen muss es sein.

    Dekoration braucht auch nicht unbedingt teuer zu sein, denn meist sind die banalsten Mittel die wirkungsvollsten.

    So habe ich beispielsweise mit meiner Tochter naturbraune Eier ausgepustet und mit gewöhnlicher Wassermalfarbe bemalt (aus einem klassischen Schulmalkasten). Wir haben uns gar keine Muster ausgedacht sondern einfach ganz frei und ungezwungen Farben aufgetragen. Die Farbe läuft auf den Eiern noch ein bisschen ineinander und trocknet dann ganz matt ab et voilà, einfach und wunderschön. Vor allem die ganz dezenten Eier in Pastell- und Grautönen finde ich sehr elegant. Wir haben sie dann an unseren Frühlingsstrauß aus Weidenkätzchen und Eukalyptus gehangen. Wirklich hübsch. Auch hier gilt, weniger ist mehr. An einem großen Strauß reichen schon 5 Eier.

    Unbestritten schön und zeitlos sind ebenso auch Holzeier. Wir haben dieses Jahr ein kleines Nest aus Heu in eine schöne Schale gesetzt und mit Federn und Holzeiern geschmückt. Die Holzeier lassen sich schon unbemalt gut anschauen, wer aber noch Lust und Laune hat kann sie ganz leicht mit Filzstiften in kleine bunte Kunstwerke verzaubern. Und Dank der schönen Anregung von Sandra vom Lieblingsbande.blogspot haben wir sogar noch kleine Häschen aus Papier zum Verschenken gefaltet. Den entsprechenden Beitrag findet ihr unter dem folgenden Link: http://lieblingsbande.blogspot.de/

    Ihr seht, alles gar nicht teuer aber stilvoll und nur mit minimalem Aufwand verbunden.

    Falls ihr also noch auf der Suche nach einer schnellen aber schönen Osterdeko oder kleinen Geschenkideen seid hoffe ich euch weitergeholfen zu haben. Ich wünsche euch ein schönes entspanntes Osterfest.

    Macht es euch hübsch und verliert nicht den Blick fürs Wesentliche.

  • Wie man wieder einen Blick für Details gewinnt

    Diese Woche habe ich wieder viel dazu gelernt und zwar von meinen beiden Kindern.

    Sie haben wirklich beide einen unschlagbaren Blick für Details und können sich wahnsinnig lange daran erfreuen. Das hat mich zum Nachdenken bewegt, wie schön und wichtig nicht den Blick für Details zu verlieren. Ein klitzekleiner Fussel auf dem Teppich genießt minutenlang die ungeteilte Aufmerksamkeit, ebenso die noch nicht abgeschnittene Waschanleitung am Stofftier oder der Schaum beim Händewaschen.

    Mir fiel wieder auf, wie intensiv sich die Kinder mit dem Gesehenem auseinandersetzen und wie sie es studieren. Und denke mir, wenn Erwachsene nur halb so gut hinschauen würden, wäre die Welt wahrscheinlich viel besser. Eine tolle spielerische Neugierde liegt in den Kinderaugen und eine beneidenswerte Konzentration für die eben entdeckte Sache. Nichts und niemand kann sie stören.

    Kinder bemerken oft Details, die wir Erwachsenen gar nicht mehr sehen, weil wir sie als selbstverständlich betrachten oder sie in unserem Alltag einfach untergehen.

    Erinnert ihr euch noch wie viel Freude ihr als Kinder hattet, Dinge zu entdecken und zu bestaunen um sie erstmals zu begreifen? Es macht nichts, wenn ihr euch nicht mehr erinnern könnt. Schaut doch mal ob ihr am Wochenende das ein oder andere Detail entdeckt, was euch vorher noch nicht ins Auge gesprungen ist. Wahrscheinlich ist es nicht der Fussel oder das Schild, was euch in Atem hält, aber vielleicht etwas anderes Unerwartetes. Teilt es mir gerne mit, was ihr entdeckt habt.

    In diesem Sinne: macht es euch hübsch!

  • Saubere Saubermacher

    Glaubt mir, auch ein Lappen kann eine Augenweide sein 🙂 – und unerlässlich in jedem Haushalt ist er auch.
    Selbst in Zeiten wo Putzhilfen oder Saugroboter einigermaßen erschwinglich sind, braucht sie jeder, die kleinen Putzwerkzeuge.
    Ich hatte euch ja bereits vor längerem von meinem Anliegen berichtet, mich von nun an in meinem Wohnraum nur noch mit möglichst überdachten, nachhaltigen und schönen Dingen zu umgeben. Ja, und dazu gehören auch die Dinge, die normalerweise gut im Schrank verstaut sind und “nur” zur Pflege der Wohnung beitragen.
    Ich finde sogar diese Sachen sollten besonders hübsch sein.
    Immerhin soll es ja auch Freude bereiten, wenn man schon die Wohnung schrubbt.
    Mich hat mein Kauf von den beiden abgebildeten waschbaren Reinigungstüchern tatsächlich gleich dazu angespornt die Oberflächen mal wieder gründlich zu reinigen.

    Allerdings musste ich mich schon sehr anstrengen um an schöne Haushaltshelfer zu gelangen. Im üblichen Handel findet man nur wenig Ansehnliches. Da lobe ich mir die guten alten Metallkehrbleche oder Handfeger aus Holz oder auch Naturbürsten. Meiner Meinung nach sind zu viele Produkte aus Plastik und mit der Absicht hergestellt, dass man sie zügig wieder weg schmeißt.

    Ich finde allerdings es ist alles nur eine Frage der Wertschätzung und des richtigen Mindsets. Mir ist bewusst geworden, dass ich durch klare Ablehnung von solchen Produkten doch auch etwas bewirken kann.

    Jetzt wo am 20.März der offizielle Frühlingsanfang ansteht vielleicht auch für euch ein Grund den Winterstaub los zu werden und euch nach „saubereren“ Helfern umzuschauen.

    In diesem Sinne macht es euch hübsch!

  • Rabbit Your Home – Häschenliebe

    Für mich keineswegs ein Osterthema, alljährlich begleiten mich meine gesammelten kleinen Hasen Maskottchen aus Porzellan (auf dem Foto von Rosenthal zu sehen), Holz, Keramik, Lego etc. Ich gebe zu, ich habe einen kleinen Häschen-Spleen. Da das natürlich auch nicht an meinen Freunden vorbei gegangen ist, darf ich meine Sammlung regelmäßig vergrößern.

    Und jetzt wo sozusagen die offizielle „Häschen Season“ eingeläutet ist, kann sich mein Auge gar nicht retten vor so vielen kleinen niedlichen Freunden, die sich ja mittlerweile fast in jedem Geschäft zeigen. Aber ich sammle sie nicht wahllos und in rauen Mengen, es sind besonders kleine und feine Details, die die ausgewählten Hasen für mich so beliebt machen.

    Sie machen mir Freude, weil sie liebevoll gestaltet sind und die Formsprache und Umsetzung für mich zusammenpassen. Aber auch für meinen Wohnraum schaffen sie einen Mehrwert, denn sie tauchen wie ein roter Faden immer hier und da mal in einer Wohnungsecke auf und geben meiner Wohnung meine ganz persönliche Note.

    Wahrscheinlich fragt ihr euch warum ich Euch das überhaupt erzähle. Na ganz einfach, zum einen möchte ich euch anregen liebevoll hergestellte Dinge wertzuschätzen und ihnen wieder eine Möglichkeit geben in eurem Alltag einen Platz einzunehmen und zum anderen zu einer Sammelleidenschaft zu stehen, falls ihr eine habt.

    Vielleicht sammelt ihr nichts aber habt dafür andere Dinge aufgehoben, die euch aus verschiedenen Gründen etwas bedeuten? Wenn ja, haben sie einen gebührenden Platz in eurer Wohnung oder „lummern“ die Sachen im Keller oder einer Schublade vor sich hin? Falls ihr auch diese Frage bejahen müsstet, holt die Staublappen raus, putzt eure Wohnungsschätze und verhelft ihnen zu neuem Glanz und einem festen und angemessenen Ort.

    Der gute alte Herr Wolfgang Goethe hat eventuell etwas übertrieben um seinen Sammlungen zu frönen aber ich denke er hatte schon recht, dass der Anblick schöner Sachen eine große Freude auslösen kann.

    In diesem Sinne macht es euch hübsch.

  • Warum deine Wohnung mehr über dich weiß als deine Mutter

    Unsere Wohnungen können über uns allerhand erzählen. Habt ihr darüber schon mal nachgedacht, was sie alles über uns wissen? Ich denke einen intimeren individuelleren Ort gibt es kaum in unserem Leben.

    Für mich ist meine Wohnung der Ort wo ich mich gestalterisch austoben kann und wohin ich mich am Liebsten zurückziehe, gerade wenn es um mich herum ganz laut wird. Er dient schon längst nicht mehr nur zum Schlafen oder damit ich ein Dach über dem Kopf habe, sondern vor allem als ein behaglicher Rückzugsort von einem heutzutage sehr schnellen Alltag. Im besten Fall nutzt du dein Zuhause auch so und kannst vielleicht aus ihm Kraft oder Inspiration schöpfen.

    Dieser Ort kann viel mehr als du denkst. Zum Beispiel ist er in der Lage dich wieder zu spiegeln und bietet dir Platz dich zu verwirklichen. Diese 4 Wänden beschützen ebenso dein Hab und Gut – die Dinge, die dir wichtig sind und mit denen du schöne Erinnerungen verbindest oder die deinen Alltag verschönern oder erleichtern. Sie wissen auch ob du eher zu opulenten Formen neigst oder es ganz geradlinig magst. Wie du organisiert bist und deine Dinge pflegst.

    Vor deiner Wohnung kannst du nichts verstecken, sie kennt jedes Staubkorn, jede dunkle Ecke, deine Leidenschaften und Marotten. Sie weiß auch wie gründlich du bist und sie kennt deinen Geschmack. Auch wenn du hier und da mal etwas unter den Teppich gekehrt hast, weil sich spontan Besuch angekündigt hat, sie wird es dir immer wieder verzeihen.

    Behandle deine Wohnung doch mal so, als wärst du der Besuch für den du immer extra aufgeräumt und geputzt hast. Aber eben ganz allein für dich. Das Internet ist voller Tricks und Kniffe, wie du deine Wohnung täglich mit wenig Aufwand (zum Beispiel in nur 10 Minuten täglich) immer gut in Schuss halten kannst.

    Ich denke es ist total wichtig, dass wir uns bewusst machen, was für eine große Rolle dieser wirklich wichtige Ort für uns spielt und was er über uns aussagt.

    Ein achtsamer Umgang und eine sensible und wohlüberlegte Gestaltung, die Wert auf Details legt führt dich zu einer geschärften Wahrnehmung und wird wahrscheinlich sogar einen positiven Einfluss auf dein tägliches Leben haben.

    Bist du eindeutig in deinem Wohnraum wiederzuerkennen und wie sehr genießt du es, dich in deinen Räumen aufzuhalten?

    Nimm dir doch kurz dafür mal Zeit darüber nachzudenken. Wie immer an dieser Stelle verabschiede ich mich bis zur nächsten Woche. Bis dahin, mach es dir hübsch!