• 9 Schritte zur Küchenplanung

    Letzte Woche habe ich mit Euch über den Begriff “schön” sinniert. Ganz eindeutig kann ich Euch sagen was ich schon seit 7 Jahren so richtig unschön finde: nämlich unsere Küche!

    Leider sind sie in den meisten Mietwohnungen wohl nicht so sehr ansehnlich und auch nicht mehr ganz so knack frisch, ja bereits vorhandene Einbauküchen können hier und da schon Bände über ihre Vormieter erzählen oder gar aus Jahrzehnten plaudern. Zwischenzeitlich hatte ich sie schon minimalinvasiv mit neuen Türgriffen und ein paar netten Accessoires aufgefrischt. Aber nie so richtig zu meiner Zufriedenheit.

    Was wäre diese Woche ohne eine weitere Challenge, also habe ich mir endlich ein Herz gefasst. Eine Küche ist schließlich der Dreh- und Angelpunkt einer Wohnung und besonders wichtig für eine Familie. Hier werden hungrige Mäuler versorgt, fleißig geschnippelt , gegessen, gelacht, ja gar ganze Tageserlebnisse besprochen. Aber das geht doch bestimmt auch in schön oder zumindest charmant.

    Ich gehe sie also an, die Küchenplanung unserer ganz eigenen individuellen kleinen Garstube. (Unsere Küche hat tatsächlich nur eine knapp 5,1 qm. große Fläche auf der man agieren kann, ein ganz klarer weiterer Fall für Mission Optimus Octopus!). Zeitlos, schlicht, elegant und funktional soll sie werden das steht schonmal fest.

    Doch wie gehe ich sie an, die Küchenplanung? Für mich sind es die folgenden 9 Schritte:

    1. Budget überprüfen & festlegen
    2. Ausmessen
    3. Raumskizze: auf Papier oder für versierte am Computer
    4. Absprache mit Hausverwaltung falls nötig
      (Möglichkeiten der Zwischenlagerung abklären, falls nach Auszug wieder Rückbau der EK nötig ist oder Konditionen für Übernahme bei Auszug festlegen)
    5. Inspirationen sammeln z.B.: auf Instagram, Pinterest oder aus Magazinen, wie die neue Küche aussehen soll (Wer sehr ambitioniert ist, gestaltet vielleicht sogar ein Moodboard)
    6. Entwurf: auf Papier oder Computer, es gibt dafür vorgesehene Küchenplanung-Apps oder Programme (Abraten würde ich hier eher von vermeintlich kostenfreien Apps für 3D Küchenplanung. In meinen getesteten Versionen lief alles auf den Kauf der Premiumversion hinaus damit man die nötigen Tools zur Visualisierung benutzen darf)
    7. Kontakte im Freundeskreis oder Bekanntenkreis nach Tischlern abfragen, die beim Einbau helfen oder gar die ganze Küche bauen können (Empfehlungen für gute Tischler sind gold wert)
    8. Angebote erstellen lassen
    9. Entscheiden, Umsetzen und Freuen

    Na dann, auf gehts! Ich mache uns mal die Küche hübsch! In diesem Sinne, bis nächste Woche und viel Freude solltet ihr ein ähnliches Projekt umsetzen wollen. Macht es euch hübsch!

  • Grenzenlos schön!

    Das Leben ist schön. Das Wetter ist schön. Für jeden ist etwas anderes schön. Das Wort wird fast schon inflationär als Attribut für jegliche Dinge eingesetzt, die wir gut finden oder die ein gutes Aussehen haben. In meinen vorangegangenen Blogartikeln beschreibe ich auch immer wieder, dass ich mich fortan nur noch bewusst mit „schönen“ Dingen umgeben möchte und rege Euch dazu an, die unschönen und unnützen Dinge aus eurem Leben bzw. eurem Wohnraum zu eliminieren. Doch was steckt eigentlich hinter dem Begriff „schön“? Wo kommt er her und was meine ich mit schön?

    Geschichtlich betrachtet wurde der Begriff „schön“ ursprünglich benutzt um Natur oder Göttliches zu beschreiben und später diente er dazu im Bereich Kunst und Kunsthandwerk die angewandte Formsprache und die Ausführung zu bewerten. Heutzutage wird der Begriff „schön“ weiterhin innerhalb der Ästhetik benutzt aber auch im allgemeinen Sinne für eine positive Bewertung von Dingen eingesetzt.

    Wie nun genau etwas Schönes aussieht unterliegt sicherlich gestalterischen Parametern, wie der Form, der Proportion, der Qualität und der Ausführung. Es scheint mir allerdings fast unmöglich Euch im Wort zu beschreiben, was für mich schön aussieht und was nicht. Ich denke hier sprechen Bilder mehr als tausend Worte.

    Schönheit ist für mich vielfältig und sie liegt für mich oft in den einfachen Dingen aber vor allem in Details.

    Ich lade Euch ein Euren Blick zu schärfen und nach schönem in Eurer Umwelt zu suchen. Es macht gleich viel mehr Spaß durch die Straßen zu Laufen und mit offenen Augen die Dinge zu betrachten.

    Wenn mir unterwegs Dinge ins Auge springen, die mich inspirieren, weil ich etwas an ihnen schön finde, fange ich sie mit einem Schnappschuss ein und sammle die Fotos in meinem Archiv oder teile sie auf Instagram. Mein Bildarchiv wird in nächster Zeit sicher noch stärker wachsen, denn ich habe große Lust Schönes zu entdecken. Schönheit ist quasi grenzenlos und fast überall anzutreffen. Man muss oftmals nur genauer hinschauen.

    Teilt mir gerne mit, was für Euch „schön“ ist. Und wie immer gilt: macht es Euch hübsch – so SCHÖN wie es nur irgendwie geht!

    Bis nächste Woche.

  • Liebevoller Nachbesitzer gesucht

    Bis Hausverwaltungen sich zurück melden kann es ein gutes Stück dauern, so auch in meinem Fall. Damit ist der eindeutige Startschuss für das Umbauvorhaben noch nicht gegeben. Somit nutze ich die Wartezeit weiter um Platz zu schaffen. Gar nicht so einfach für alle ausrangierten Dinge ein neues Zuhause zu finden, denn auf dem Müll landen sollen nur die wenigsten Sachen. Eigentlich nur die, die kaputt oder abgenutzt sind.

    Doch was tun mit den anderen Sachen? Das haben sich wohl auch schon einige andere vor mir gefragt. So gibt es in Berlin und auch anderen größeren Städten einige Initiativen zu diesem Thema. Ein tolles Beispiel: „Free Your Stuff.com“ ein kostenloser Online Marktplatz für alle, die etwas zu verschenken haben oder auch geschenkt bekommen möchten. Wer mag kann auch in der dazugehörigen Facebook Gruppe die zu verschenkenden Dinge anpreisen.

    Seit 1999 gibt es in einigen Städten auch „Umsonstläden“, wo man Dinge abgeben kann- so auch in Berlin. Alles was noch voll funktionstüchtig und in Ordnung ist wird dort anderen umsonst weitergegeben. Wo sich euer nächster Umsonstladen befindet könnt ihr unter „umsonstladen.de“ in Erfahrung bringen.

    Das Johannishilfswerk International e.V. in Berlin holt nach telefonischer Absprache sogar kostenfrei ab und sollte es sich um größere Möbelstücke handeln, werden diese nach Absprache auch demontiert. Die Sachspenden kommen Bedürftigen zu Gute.

    Altbekannt und beliebt sind natürlich auch Ebay oder Ebay Kleinanzeigen sowie die Flohmarkt App Shpock oder überhaupt ein Stand auf dem Flohmarkt. Vor allem, falls die ausrangierten Dinge noch etwas Geld einbringen sollen und man Lust auf Kommunikation mit dem möglichen Nachbesitzer hat.

    Und wenn es etwas anonymer sein darf, stellt die Sachen witterungsgeschützt vor die Tür mit einem zu verschenken Schild oder einer roten Schleife.

    Eine kleine Vorwarnung: meist ist es natürlich wesentlich zeitintensiver den Dingen ein zweites neues Leben woanders zu ermöglichen. Aber bitte nehmt euch die Zeit, anstatt sie wegzuwerfen. Jemand anders hat vielleicht Verwendung dafür oder gar großen Bedarf.

    Kennt ihr ähnliche Plattformen oder Projekte? Ich freue mich über Kommentare zu diesem Thema.

    Jeder von uns kann ein bisschen mit helfen. In diesem Sinne – macht es nicht nur euch hübsch sondern auch anderen :).

  • 3…2…1 nicht mehr meins! 

    Meine Mission läuft und ich bin hochmotiviert. Schritt 1: Luft schaffen. Nur noch Lieblingsstücke ab jetzt!

    Zu viele Besitztümer belasten mich schon lange gedanklich und behindern natürlich jetzt auch akut mein Vorhaben. Meine Gedanken sind viel klarer in strukturierten schönen Räumen. Sie geben mir das Gefühl von Freiheit, ich kann durchatmen und bin viel ideenreicher.

    Schon seit einigen Jahren ist mir klar geworden, dass ich mit weniger Dingen im Leben auskommen möchte. Mein Ziel ist es, mich nur noch mit schönen Dingen, die mir wirklich richtig gut gefallen, weil sie sehr sensibel gestaltet wurden oder mich mit Dingen mit denen ich schöne Erinnerungen verbinde zu umgeben. Sicherlich wird noch einige Zeit vergehen bis ich dieses Ziel erreichen kann aber in meinen Augen bedeutet dies wirklich, wahrer Luxus. Der Luxus selbst zu entscheiden und die damit verbundene Freiheit zu genießen.

    Im Buch „Einfach leben“ von Lina Jachmann habe ich mich sehr verstanden gefühlt. Eine definitive Leseempfehlung an alle, die sich für ein genussvolles minimalistisches Leben interessieren. Sie spricht davon, dass der sogenannte Minimalismus keine festen Regeln hat. Was sich bereits für den einen richtig gut anfühlt kann für den anderen noch immer viel zu viel sein. Zitat „Es geht nicht darum Dinge zu zählen, sondern darum, Platz für Dinge im Leben zu schaffen, die wirklich glücklich machen.“ Jetzt bin ich noch motivierter und knöpfe mir Zimmer für Zimmer vor. Mit ganz viel Zeit und klaren Bauchentscheidungen trenne ich mich von Überflüssigem.

    Gibt es in euren Räumen auch Altlasten? Oder Dinge die euch schon immer irritiert haben, weil sie euch nicht gefallen?

    Dann auf! Macht es euch hübsch!